UN: Südsudan steht kurz vor einer Hungersnot

Hilfe für Millionen Betroffener geplant

„Südsudan ist mit dem schlimmsten Grad an Unterernährung und Lebensmittelunsicherheit seit der Unabhängigkeit vor 10 Jahren konfrontiert“, sagte kürzlich ein Sprecher der Vereinten Nationen (UN). Zugleich stellte er einen entsprechenden Hilfsplan vor.

Demnach beabsichtigt die UN im Jahr 2021, 6,6 Millionen Menschen, darunter 350.000 Flüchtlinge, mit Schutz- und lebensrettenden Maßnahmen zu helfen.

Hintergrund für die Verschärfung der Krise ist demnach das Zusammenwirken von Gewalt, Klimawandel und der COVID-19- Pandemie. Hinzu kommen verheerende  Überschwemmungen  im letzten und auch in diesem Jahr, wovon laut UN eine Million Menschen betroffen waren. Und im Laufe dieses Jahres seien weitere Überflutungen zu erwarten.

Flüchtlingskrise betrifft vor allem Kinder

Über diese genannten Maßnahmen hinaus plant die UN nach eignen Angaben, insgesamt 2,2 Millionen südsudanesische Flüchtlinge in den Nachbarländern zu unterstützen. Zudem weist sie darauf hin, dass die Flüchtlingskrise vor allem Kinder betreffe, da 65 Prozent von ihnen unter 18 Jahren alt seien. Darunter fallen sowohl die Binnenflüchtlinge, als auch diejenigen, die in die Nachbarländer geflohen sind.  um

 

Lebensmittelverteilung in Kauda
Foto: IPS

Anmerkung der Redaktion: Auch die Initiative Pater Stephan e.V. (IPS) unterstützt hungernde Familien im Südsudan und im Sudan. So fördert die IPS nicht nur Schulen und Ausbildungsprojekte, sondern leistet auch humanitäre Nothilfe durch Lebensmittelspenden, die in den Projektgebieten verteilt werden.

Das Foto rechts zeigt die Verteilung von Lebensmitteln in Kauda in den Nubabergen (Sudan), unterstützt durch die IPS. Ermöglicht hat dies wiederum ein Großspender, der IPS immer wieder fördert.

 

 

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