Sudan: Christen feiern erstmals wieder Weihnachten

Im Sudan haben Christen erstmals seit Jahren wieder öffentlich Weihnachten gefeiert. Landesweit kündigten Kirchenglocken Gottesdienste an, nachdem die Übergangsregierung den ersten Weihnachtstag spontan zum Feiertag erklärt hatte. Dies berichtete die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) unter Berufung auf lokale Medienberichte.

Demnach zogen in der Hauptstadt Khartum die Bewohner in einem „Marsch für Jesus“ durch die Straßen und die  Interimsregierung, die nach dem Sturz von Langzeit-Präsident Omar al-Bashir im April an die Macht gekommen war, rief zum Zusammenhalt zwischen Sudans Religionsgemeinschaften auf. Laut KNA vesprach Ministerpräsident Abdalla Hamdok laut einem Zeitungsbericht, man wolle religiöse Vielfalt respektieren und „allen Sudanesen ermöglichen, ihr Leben in einer sicheren und würdevollen Umwelt zu führen“.

Zudem habe sich ein Regierungsvertreter bei Sudans Christen für die „ungerechte“ Behandlung durch das Bashir-Regime entschuldigt. Al-Bashir hatte den Sudan zu einem muslimischen Gottesstaat erklärt.

(Quelle: KNA)

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Weihnachtsgrüße 2019

Weihnachtsgrüße aus dem Sudan und Südsudan

Krippenspiel in Turalei, Südsudan
Krippenspiel in Turalei, Südsudan

Liebe Leserinnen und Leser,

im Namen der Kinder und Jugendlichen im
Sudan und Südsudan wünscht die Initiative
Pater Stephan e.V. Ihnen allen ein gesegnetes
Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr!

 

Schüler in Karga, Nubaberge
Schüler in Karga, Nubaberge

 

 

 

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Neue Katastrophe für ein vergessenes Land: Verheerende Überflutungen im Südsudan

Bonn (ots)

Seit Ende August haben sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen große Teile des Südsudans verwüstet. Am schlimmsten betroffen ist die Region Maban County im Nordosten des Landes, die an den Sudan angrenzt. Dort leben 150.000 sudanesische Flüchtlinge in vier Camps Seite an Seite mit der einheimischen Bevölkerung. Insgesamt sind in Maban etwa 200.000 Menschen von der Naturkatastrophe betroffen.

Überschwemmungen im Südsudan nach sintflutartigen Regenfällen
Überschwemmungen im Südsudan nach sintflutartigen Regenfällen (Foto: privat)

„Dauerregen und Überflutungen im Südsudan bringen eine neue verheerende Notsituation in ein Land, das zu den ärmsten der Welt gehört und bereits seit vielen Jahren von Katastrophen geschüttelt wird. Der Südsudan gehört zu den vergessenen Krisen, bei denen die humanitäre Hilfe dramatisch unterfinanziert ist. Die internationale Gemeinschaft muss jetzt dringend handeln und die lebensrettende Unterstützung für die Flutopfer ermöglichen“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR).

Die Unwetter haben zahlreiche Häuser zerstört und Familien entwurzelt – Flüchtlingsfamilien und Angehörige der Gastgemeinde sind gleichermaßen in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Folgen der Überflutungen sind desaströs: Die Straßen, die Maban mit den anderen Landesteilen verbinden, sind unpassierbar. Die Ernte ist vernichtet und humanitäre Operationen mussten ausgesetzt werden, weil die Versorgungswege bereits seit August unterbrochen sind.

Seit Beginn der Naturkatastrophe hat der UNHCR seine Nothilfe für die Flutopfer verstärkt. So konnten bislang 385 Tonnen an lebenswichtigen Basisgütern – darunter Plastikplanen, Decken, Moskitonetze und Küchenartikel – sowie Notfall-Unterkünfte und Medikamente nach Maban bringen und verteilen. Da die Straßen überflutet sind, hat der UNHCR eine Luftbrücke eingerichtet. Bisher fanden 55 Hilfsflüge statt.

Flutopfer im Südsudan
Flutopfer im Südsudan (Foto: privat)

Weitere Hilfe wird dringend gebraucht. Nach UNHCR-Angaben werden als Soforthilfe für die Flutopfer weitere 10 Millionen US-Dollar benötigt – auch in Anbetracht der Tatsache, dass für die Südsudan-Hilfe in diesem Jahr ohnehin viel zu wenig Geld zur Verfügung steht: Bislang sind nur 45 Prozent der erforderlichen Summe eingetroffen.

Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe e.V.

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Dr. Bona Malwal: Wann gibt es Frieden im Südsudan?

Vortrag anlässlich des Sudantages 2016 im Kloster Himmerod

Dr. Bona Malwal, 1959 geboren, ist ein sudanesischer Journalist, Politologe und Autor zahlreicher politisch-historischer Schriften mit dem Fokus Sudan.

Als Berater der sudanesischen Regierung begleitete und gestaltete er den Prozess vom Waffenstillstand nach dem Bürgerkrieg bis zur Staatsgründung der Republik Südsudan im Jahre 2011 mit.

Der ehemalige Diplomat Bona Mawal ist academic visitor am St Antony’s College der University of Oxford.

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